Entfernung des Sedimentschlammes und des Grünbewuchses aus dem alten Schwimmbad Geroldsgrün im Rahmen des Projekts „Aufwertung/ Umnutzung Naherholungsbereich Anwesen Keyßerstraße 46/ ehem. Naturschwimmbad“

Antrag der BfB (Bürger für Bürger Gemeinde Geroldsgrün) Fraktion zur Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Geroldsgrün am 24. September 2020.

 

Begründung

1. Ansprechende Gewässer sind eine Aufwertung von Naherholungsbereichen für Bürger und Fremdenverkehr

UferNaturgewässer und Naturbäder sind aktuell sehr gefragt, in vielen Regionen Bayerns dienen diese und sind förderlich für den Fremdenverkehr. Am Beispiel des beigefügten Bildmaterials vom Ludwig Donau Main Kanal, Gemeinde Berg, ist zu sehen, wie andere bayerische Kommunen mit der Thematik umgehen und ohne grossen Aufwand und Verantwortung (Haftung) ein ansprechendes Naturbadeerlebnis anbieten. Klares, einladendes Gewässer .... eindeutige Verantwortung ... ausreichende Rettungseinrichtung und ansprechender Zugang.

Durch die Förderoffensive Nordostbayern wurde das Projekt „Aufwertung/ Umnutzung Naherholungsbereich Anwesen Keyßerstraße 46/ ehem. Naturschwimmbad“, Geroldsgrün beantragt und erfreulicherweise genehmigt.
Ziel des Projekts ist die Aufwertung des ehemaligen Schwimmbadareals und der benachtbarten Bürgerscheune für die zukünftige Nutzung des Geländes und des zukünftigen Naturteiches durch Bürger, Touristen, Besucher. Unter anderem erfolgt die Neuanlage von Liegewiese, Volleyballfeld, Grillplatz, Spielplatz, Flachwasserspielbereich im Naturteich, Wohnmobilstellplätze und der Bürgerscheune.

Das Wasser wurde abgelassen, aktuell sind im ehemaligen Schwimmbadbecken ca. 400 m3 Sedimentschlamm und Grünbewuchs verblieben, die bei Nichtentfernung ein trübes, schlammiges Wasser verursachen werden. Eine kürzlich durchgeführte Analyse ergab, dass der Schlamm „umwelttechnisch“ als unbedenklich einzustufen ist. Aus der Höhe der Bausumme, die mit aktuell 1,1 Mio.€ genannt wird (90% Fördermittel, 10% gemeindliche Eigenmittel) ergibt sich die Verpflichtung für Bürger und Gemeinde, ein zukunftsträchiges und erfolgreiches Nutzungskonzept für das Areal zu erstellen.

2. geplanter Flachwasserspielbereich

RettungsringDer geplante Flachwasserspielbereich soll von Kleinkindern genutzt werden. Die Wasserqualität muss unbedenklich sein, Klarheit und Sauberkeit der Wasserfläche ist Grundvoraussetzung für eine entsprechende Nutzung.

3. Mögliches Löschwasserreservoir

Das im Ort liegende ehemalige Schwimmbad stellt, in Zeiten von zunehmender Trockenheit und sinkendem Grundwasserspiegel, ein wichtiges Löschwasserreservoir dar. Auch aus diesem Grund sollte das Volumen von ca. 400 m3 Schlamm entfernt werden, um das maximale Fassungsvermögen des Teiches auszunutzen.

4. Areal altes Schwimmbad, Bürgerscheune und Wohnmobilstellplatz

Auch für die Nutzung der Bürgerscheune und für die Attraktivität der Wohnmobilstellplätze ist eine saubere, klare Wasserfläche zwingend erforderlich.


Lösungsvorschlag - Entfernung von Schlamm und Grünbewuchs

Der Lösungsvorschlag von Herrn Dr. Zausig, Geo Teams Naila lautet wie folgt:

  • Abpumpen des momentan aufgelaufenen Wassers vor dem Bereich Mönch evtl. durch die örtliche Feuerwehr.
  • Ausbaggern des Schlamm Materials und Deponierung auf einer bestehenden Gemeindefläche. Diese Fläche muss mit einem geeigneten Erdwall vorbereitet werden, damit ein Abfließen des noch nicht trockenen Materials verhindert wird. Eine Deponierung ist wegen der erstellten Analyse als unbedenklich einzustufen.
  • Das abgelagerte Material muss mit einer Grünbesaat versehen werden, damit einer Verbreitung von schädlichem Bewuchs - wie Springkraut- vorgebeugt wird.
  • Nach einer Zwischenlagerung über die Wintermonate, kann das Material im Frühjahr teilweise von Landwirten genutzt werden oder - da zwischenzeitlich getrocknet - zur Geländeaufschüttung oder Verfüllung verwendet werden.
  • Herr Dr. Zausig prognostiziert die entstehenden Bagger- und Transportkosten auf ca. € 5.000,-
  • Um einer zukünftigen Schlammablagerung im neu gestalteten Teich entgegen zuwirken, empfiehlt Herr Dr. Zausig die Errichtung eines Sedimentbeckens im Zuflussbereich des Teiches.
Erwünschte Auswirkungen

Baden verbotenEine Entfernung des Sedimentschlammes hat folgende positive Auswirkungen:

  • eine saubere, ansprechende und attraktive Wasserfläche ist förderlich für das Erscheinungsbild der neuen Anlage und wirkt sich positiv auf die Attraktivität für die Nutzung durch die Bürger aus.
  • das komplette Teichvolumen ist als Löschwasserreservoir sehr nützlich.
  • Gerade unter Anbetracht der Höhe der Investitionsumme von 1,1 Mio.€ Steuergelder und dem Stellenwert des Gesamtprojekts „Altes Schwimmbadareal & Bürgerscheune“, darf über Jahrzehnte abgelagerter Sedimentschlamm nicht in der Anlage verbleiben.
  • Ein attraktiver und ansprechender Naherholungsbereich ist auch förderlich für eine moderne Nachaussenwirkung der Gemeinde Geroldsgrün und speziell für den durch die geplante Errichtung der Frankenwaldbrücken zu erwartenden Anstieg des Fremdenverkehrs.
  • Ein gut frequentierter Teichbereich wirkt sich auch positiv auf das Betreiben eines Kioskes und Veranstaltungen in der Bürgerscheune aus.
  • Kurzfristig kann sich dadurch eine Neubelebung der Gemeinde als Fremdenverkehrsort ergeben.
  • Eine attraktive gestaltete und beworbene Wasserfläche kann, bereits in der Sommersaison 2021, vermehrt Besucher anlocken. Nach dem heutigen Zeitungsbericht in der FP, bleibt der Frankenwaldsee in Lichtenberg 2021 trocken gelegt und somit können sicherlich Gäste nach Geroldsgrün kommen, die üblicherweise den See in Lichtenberg besuchen.
Beschlussvorlage

Der Gemeinderat beschließt, die Entfernung des Sedimentschlammes und des Grünbewuchses aus dem alten Schwimmbad Geroldsgrün im Rahmen des Projekts „Aufwertung/ Umnutzung Naherholungsbereich Anwesen Keyßerstraße 46/ ehem. Naturschwimmbad“.