Bürgervorschlag an die Gemeinde Geroldsgrün zur Sicherstellung der Wasserversorgung in der Gemeinde

Der Verein "Bürger für Bürger -- Gemeinde Geroldsgrün (BfB)" hat am 07.09.2020 einen Bürgervorschlag zur Wasserversorgung eingereicht, der hier als PDF-Datei zur Verfügung steht.

 

 

Update vom 28.10.2020:

Umweltminister Glauber hat heute eine Regierungserklärung zum Thema "Grundwassernotstand" abgegeben. Auf der Website von BR24 kann man hierzu lesen:

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat in einer Regierungserklärung im Landtag eindringlich dafür geworben, die "Wasserzukunft" des Freistaats zu sichern. Die bayerische Landschaft trockne aus - in der Fläche und in der Tiefe.
Der Boden sei so trocken "wie Knäckebrot", warnte der Freie-Wähler-Politiker und schilderte mit drastischen Worten den Zustand der Wasserversorgung in Bayern: Jährlich werde weniger Grundwasser neu gebildet: "Wir sind auf dem Weg zum Grundwassernotstand, das muss jedem klar sein." 

Dies war auch Grundlage unseres Bürgervorschlags.

 

Weiter kann man in dem Bericht von BR24 lesen:

Bis Ende nächsten Jahres will Glauber ein Programm mit dem Titel "Wasserzukunft Bayern 2050" auflegen. Dieses sei ein Generationenprojekt, das "ohne Parteipolitik" auf den Weg gebracht werden müsse.

Wir haben vorgeschlagen,  dass die Gemeinde "parteiübergreifend" eine Wasserstrategie für die Gemeinde Geroldsgrün entwickeln sollte.

 

BR24 berichtet weiter:

Außerdem muss laut Glauber die Wasserverteilung nachhaltig geregelt werden. Sein Ministerium arbeite an einem Zukunftskonzept zur Fernwasserversorgung. Dafür sei es nötig, mit den Nachbarländern Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg zusammenzuarbeiten und das Thema Wasser gemeinsam "vielschichtig [zu] denken". Nach Nordbayern beispielsweise sei der Weg aus Sachsen und Thüringen näher als aus dem Süden des Freistaats.

Wir haben vorgeschlagen, die Wasserversorgung der Gemeinde mit der Fernwasserversorgung (beispielsweise FWO) zu vernetzen.

 

Ein weiterer Punkt aus dem Bericht von BR24:

Als weitere Säule des Programms nannte Glauber den Schutz des Wassers. So müsse beispielsweise die Nitratbelastung im Boden gesenkt werden. Darüber hinaus gelte es, bei den Menschen ein größeres Bewusstsein für den Wert des Wassers zu schaffen. Schon Kinder müssten lernen, Wasser zu schätzen und die Wege der Wasserversorgung zu verstehen. Denn Wasser zu sparen, bedeute Ressourcen zu sparen.

Wir haben vorgeschlagen:

Information der Bevölkerung zu Möglichkeiten der Einsparung von Trinkwasser und (als Beispiel) Einsparung von Trinkwasser durch Nutzung von Regenwasser und Brauchwasser in privaten und öffentlichen Gebäuden

 

Und noch ein Punkt aus dem Bericht von BR24:

Der Minister kündigte ein Maßnahmenpaket an, um den Boden als Grundwasserspeicher zu stärken: Es gelte, das Wasser im Boden zu halten. Natürliche Wasserspeicher wie Moore, Böden und Wälder müssten daher regeneriert werden.

In unserem Bürgervorschlag kann man nachlesen:

Für die Erhaltung der Wasservorkommen spielt die Pflanzendecke, insbesondere der Wald, eine wesentliche Rolle. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, möglichst wenige Flächen zu versiegeln. Wo möglich sollte die Flächenversiegelung rückgängig gemacht und eine geeignete Bepflanzung angelegt werden.

Die Parallelen unserer Vorschläge zu den Vorschlägen des Ministers sind keineswegs zufällig, denn die Grundlage bilden in beiden Fällen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel der letzten Jahre (siehe die in unserem Vorschlag genannte Literatur). Wir hoffen daher, dass die Initiative von Umweltminister Glauber auch positive Auswirkungen auf unsere Gemeinde hat.